Warum es mit der Schule so nicht weiter geht

Deutschland investiert außerordentlich viel Geld für eine umfassende Bildung der nächsten Generation. Verständlich, schließlich bedeutet dies die Zukunft unseres Landes in gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht. So gab man allein in 2009 insgesamt 120 Milliarden Euro für Bildung aus, aber lohnt sich das denn wirklich?

Schule kommt von dem griechischen Wort schole, was Muße oder freie Zeit bedeutet. Und das stimmt auch! Die Schule ist dazu da, unser kindliches Bedürfnis zum Lernen zu befriedigen. Und tatsächlich ersehnt sich jedes Vorschulkind die Einschulung. Doch die Freude sinkt mit jedem Tag ab. Die traurige Realität ist, dass die Lust am Lernen an dem Ort ausgetrieben wird, an der sie zufriedengestellt werden soll.

Das System lässt lebensfrohe, neugierige Individuen in ein trübes Muster fallen. Aus bunten, vielfältigen Begabungen, Interessen und Begeisterungen wird eine graue Masse, die Anweisungen befolgt, deren Kreativität beraubt scheint. Das ist das einzig effektive am System. Und einst hat man das sogar gebraucht: im Maschinenzeitalter, in der Industrialisierung, bei der Fließbandproduktion brauchte man eine folgsame, kaum spezialisierte Masse. Heutzutage kann man mit solchen Menschen nichts anfangen.

Schon Grundschulkinder stehen unter dem Druck, sich eine Empfehlung für das Gymnasium zu erkämpfen. Im Alter von zehn Jahren werden Kinder in Kategorien eingeordnet, die den Lebensweg prägen.

Zudem behält man Schätzungen nach lediglich einen bis fünf Prozent von dem, was man in der Schule lernt. Es gibt zahllose Studien, Untersuchungen der Hirnforschung, die zu der Erkenntnis gelangen, dass man sich langfristig nur Dinge merken kann, die einem interessant erscheinen. Wenn man keine Bedeutung hinter einem Inhalt erkennen kann, und zugleich weiß, dass man es nur für die anstehende Prüfung benötigt, bleibt nichts hängen. Das Abitur ist ein Zeugnis über vergessenes Wissen. Statt einem aussagekräftigen Reifezeugnis ist es eher eine Eintrittskarte ins Studium oder in den Beruf, gefüllt mit nichtssagenden Zahlen. Und der Preis für diese Eintrittskarte ist höher, als man glaubt.

Gerhard Roth, ein deutscher Biologe und Hirnforscher attestiert der schulischen Wissensvermittlung einen Wirkungsgrad, der gegen null tendiert. Mehrere Untersuchungen bestätigen, dass der Unterricht Wissen nicht dauerhaft vermittelt. Einfachste Inhalte wie der Dreisatz werden nach wenigen Jahren nicht mehr beherrscht. Die Psychologie weiß schon lange, wie man Wissen erfolgreich vermittelt, nur ignoriert die Schulpraxis diese Erkenntnisse weitgehend.

Lernstoff muss sinnhaft vermittelt werden, neue Inhalte mit vorhandenen Wissen müssen verknüpft werden, da Wissensinhalte untereinander Netzwerke bilden. Man muss Zusammenhänge erkennen können, Inhalte bewerten und sich eventuell Meinungen bilden können. Die Biographie Ciceros wird vergessen, weil man keinen Bezug zu diesem römischen Redner hat. Knüpft man Cicero an die Lebenswelt der Schüler durch beispielsweise einen Film, wird das Wissen langfristiger gespeichert. Man könnte z. B. das Thema „Klimawandel“ in einem realen Zusammenhang mit unterschiedlichen Gebieten unterrichten. Nicht nur von Lehrern, aber auch ergänzend von begeisternden Experten aus dem jeweiligen Bereich. Man könnte in Erdkunde und anderen wissenschaftlichen Fächern unterrichten, wie der Klimawandel überhaupt zustande kam, in Politik und Wirtschaft, wie man versucht, dagegen etwas zu tun, im Ethik-Unterricht darüber diskutieren, wohin uns das führt, über Klimaskepsis und deren Ursachen sprechen. Differenziertheit siegt über Einseitigkeit.
Das Langzeitgedächtnis, so Roth, ist wie eine Flasche mit einem großen Bauch, welches über ein enormes Fassungsvermögen verfügt. Damit etwas gespeichert werden kann, muss neues Wissen durch einen Engpass: das Arbeitsgedächtnis. Wenn das Arbeitsgedächtnis neue Inhalte in kurzer Zeit nicht sinnhaft verarbeiten kann, geht es verloren. Es ist wie ein Sieb, welches relevante Inhalte von irrelevantem Stoff trennt.
Und jede Wiederholung stärkt sowohl Anschlussfähigkeit als auch Abruffähigkeit. Es ist ein Wahn, dass wir viel Stoff in kurzer Zeit lernen wollen. Wir sollten weniger lernen und dafür systematisch wiederholen, das würde das Wissen effektiver speichern.

Dafür musste man sich vom traditionellen 45-Minuten-Unterricht trennen, da es um einiges besser wäre, themenübergreifend in längeren Einheiten zu lernen. So könnten zwei Fachlehrer den Schülern die Pyramide aus mathematischer, geschichtlicher wie künstlerischer Perspektive darstellen sowie erklären und anschließend das Thema in Gruppen- und Einzelarbeit vertiefen lassen. Der Lernstoff wäre optimal vernetzt.

Nach Roth sind auch nur begeisterungsfähige Lehrer, die Gefühle bei ihren Schülern wecken, gute Lehrer. Sie seien förderlich für erfolgreiches Lernen. Das Gehirn muss Energie aufwenden, um zu verstehen und zu speichern. Und jeder Schüler kennt die Folge: Man fragt sich unentwegt, warum man das lernen oder sich merken soll. Weil es wichtig ist, uns inhaltlich etwas sagt oder weil wir an den Lippen des Lehrers hängen.
Dafür muss man vermitteln, wie Lernprozesse überhaupt funktionieren. Es sollte Eignungstests auf freiwilliger Basis geben. Wir dürfen nur diejenigen zum Lehramtsstudium ermutigen, die über einen leicht überdurchschnittlichen Intelligenzquotienten und Persönlichkeitseigenschaften wie Empathie, Verträglichkeit und Offenheit verfügen.

Des Weiteren hat John Hattie, ein neuseeländischer Pädagoge, 15 Jahre lang daran gearbeitet, über 800 Studien zum Lernerfolg mit 250 Millionen beteiligten Schülern weltweit zu interpretieren und in seinem Buch Visible learning zu einem einzigen großen Leitbild zu kombinieren.  Seiner Studie nach beeinflusst der Lehrer die größten Faktoren des Lernerfolgs seiner Schüler. Gute Lehrer gehen individuell auf jede Klasse ein, übernimmt die Perspektive seines Kurses, begeistern die Schüler, sind hervorragende, motivierende Lehrer. Die besten Lehrer sind – und das sage ich auch aus Erfahrung – diejenigen, bei denen man nach jeder Stunde das Gefühl hatte, schlauer zu sein als vorher. Die, die Zeit investiert haben, bei denen man sich gerecht behandelt gefühlt hat. Frontalunterricht ist bei guten Fachkräften kein Lehrermonolog, sondern eine angeregte Diskussion.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Schule viel zu früh beginnt. Die Leistungsfähigkeit hängt teilweise vom Biorhythmus ab und bestenfalls werden alle wichtigen Informationen über Nacht gespeichert sowie verarbeitet. Vor der Pubertät wurde man noch vor 22 Uhr müde und musste schlimmstenfalls um 6 Uhr wieder aufstehen, genug Schlaf hat man trotzdem bekommen. In der Pubertät verschiebt sich der Biorhythmus nach hinten; wir werden später müde und müssen später wieder aufstehen, um ausgeschlafen zu sein. Morgens sind wir genauso leistungsfähig wie mitten in der Nacht – gar nicht.
Auch beginnt die Cortisolausschüttung zwischen 3 und 4 Uhr nachts, aber ist erst vormittags abgeschlossen. Der Schulbeginn ist etwa um 8 Uhr, da ist die Ausschüttung noch längst nicht abgeschlossen.

Viele Schlafforscher sagen, dass der Unterrichtsbeginn eine Stunde später beginnen sollte, da die Leistungskurve da steil nach oben geht. Aber wieso geht das nicht?
Eltern müssen trotzdem früh zur Arbeit, weswegen es für Kinder Betreuungsangebote geben müsse. Und Busunternehmen müssten ihre Pläne sowohl morgens als auch nachmittags umstellen.

Außerdem ist die Chancengleichheit in Deutschland außerordentlich ausbaufähig. Kinder aus einkommensstarken Familien in Bayern haben eine über sechsmal so große Chance, ein Gymnasium zu besuchen, als Kinder aus Arbeiterfamilien. Wenn die Eltern keine Akademiker sind, hat man schlechte Chancen, denn es ist nicht egal, aus welchem Elternhaus man stammt. Bei Akademikerkindern ist sogar das Studium insgesamt dreimal wahrscheinlicher. Reichere Familien können ihr Geld in die Bildung ihrer Kinder investieren, ohne von existenziellen Ängsten bedrängt zu werden, Bücher können problemlos gekauft werden und Museen werden eher besucht.
Das Problem wird häufig diskutiert. Die Regierung versucht, eine Chancengleichheit zu erreichen mithilfe von Fördertöpfen sowie Sonderprogrammen für ärmere Familien, die jedoch mit bürokratischen Aufwänden verbunden sind.

Die Schulstruktur kann viel bewirken, so sollte man Kinder nicht nach der vierten Klasse in verschiedene Schulen einteilen. Aber die Eltern sind dagegen, weil die Begabteren vielleicht unterfordert werden könnten, auch wenn es genug Gegenbeispiele gibt und es überhaupt nicht empirisch bestätigt ist. Skandinavien hat in dieser Hinsicht Erfolge gezeigt und auch in Schweden gibt es ein eingliedriges Schulsystem, in der die Begabten nicht unterfordert sind, wieso sollte es in Deutschland dann anders sein?

Chancengleichheit ist ungeheuer wichtig, denn damit hängt auch die Zukunft unserer Gesellschaft zusammen. Die Geschichte beweist, dass viele Arbeiterkinder den sozialen Aufstieg geschafft haben, jedoch mit großer Mühe. Dies sollte nicht mehr der Fall sein, denn die Gesellschaft wird aus wirtschaftlicher Sicht sehr viel stärker, wenn sozial und finanziell Schwächsten unseres Landes Kinder bekommen, deren sozialer sowie finanzieller Status nicht relevant für ihre Zukunft ist.

Auch die stressbedingte Erschöpfungsdepression scheint zunehmend ein Problem an deutschen Schulen zu sein. So leidet jeder zehnte Schüler unter Burn-Out, eine Krankheit, die eigentlich nur bei besonders ehrgeizigen Karrieristen vorkommt. Die Erwartungen sind gestiegen, Schüler haben in weiterführenden Schulen durchschnittlich 1200 Stunden mehr Unterricht als die Generation ihrer Eltern. Und das in einem G8-System. Gewerkschaften wären bei ähnlichen Reformen in Streiks geendet. Allerdings leiden nicht nur einige Schüler darunter, sondern auch die Lehrer, besonders diejenigen, die Mathematik unterrichten.
Folglich haben Schüler wenig Zeit für Hobbys, und für die besten Bewerbungschancen ist weiteres Engagement in der Freizeit notwendig. Es fehlt einfach die Zeit für die Entwicklung einer autonomen Persönlichkeit.

Mathematische Formeln sind anscheinend wichtiger als die körperliche und geistige Gesundheit. Durch die Schule entsteht eine Kultur des Bewegungsmangels, welches dem intuitiven Bedürfnis der Schüler widerspricht, sich zu bewegen. In dem 45 Minuten getakteten Frontalunterricht bewegen sich die Schüler nicht, was die Haltung und den Rücken schädigt und ineffektiv für das Lernen ist.

Die Schulzeit wird mehr und mehr zu einem einzigen Wettbewerb, zu einer intellektuellen Castingshow, in der Jahr für Jahr Schüler ausgesiebt werden, damit die Übriggebliebenen am Ende die Bühne verlassen, ohne was gewonnen zu haben.

Reformen bedeuten immer Risiko und eine Menge Arbeit. Viele wollen das System nicht ändern, weil sie sich sonst eingestehen müssten, dass ein großer Teil ihres Lebens auf einem Fehler basiert und die Absolventen des zukünftigen Systems schlichtweg besser wären. Und je mehr Menschen das Abitur bestehen, desto geringer ist deren Wert. Man könnte sich nicht mehr von der Masse abheben, den Status der Exklusivität wäre verloren.

Quellen, verwendetes Material und weiterführende Links:
SpiegelOnline: „Die Schul-Verbesserer – Teil 1: Wann sollte morgens der Unterricht beginnen?“ (15.09.2014)
SpiegelOnline: „Streber klären auf: Darum schreiben wir immer Einsen“ (11.03.2013)
SpiegelOnline: „Zwangs-Frühstart für Schüler: Mehr Schlaf wagen!“ (19.09.2007)
SpiegelOnline: „Gedächtnislücken: Heute gelernt, morgen vergessen“ (26.10.2009)
FocusOnline: „Viel Wissen geht verloren“ (15.04.2013)
Die Welt: „So leidet das Gedächtnis müder Schüler wirklich“ (12.06.13)
Die Welt: „Schule raubt Kindern den Schlaf“ (09.10.2011)
Die Welt: „Schlafmangel ist ein Hauptgrund für Lernprobleme“ (07.12.12)
Die Welt: „20 Prozent aller Kinder leiden an Schlafstörungen“ (17.03.13)
Die Welt: „Schlafmangel ändert die Aktivität von 711 Genen“ (25.02.13)
Die Welt: „Schlafmangel macht Menschen hungrig und dick“ (12.03.13)
Die Welt: „Schlechter Schlaf zerstört das Gedächtnis im Alter“ (28.01.13)
SRSLY: „Schüler stehen zu früh auf!“ (12.05.2015)
SRSLY: „Chancengleichheit – Hat jedes Kind die gleiche Chance“ (21.o5.2015)
SRF Kultur: „Richard David Precht: Vergesst das Wissen! (Sternstunde Philosophie, 17.11.2013)“ (06.01.2014)
Richard David Precht: „Anna, die Schule und der liebe Gott: Der Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern
Precht: „Macht Lernen dumm?“ (03.09.2012)
Nachtcafé: „Schule – so geht’s nicht weiter“ (22.06.2013)
WDR: „Richard David Precht und die Schule der Zukunft“ (04.05.2013)
Markus Lanz: „Markus Lanz | 13.06.2013 | u.a. mit Renate Künast, David Precht, Katerina Jacob, Christian Rach [HD]“ (14.06.2013)
YouTube: „Richard David Precht und Prof. Dr. Gerald Hüther; Macht Lernen dumm?“ (30.06.2013)
Der Wissens-Verlag: „Die neue Lust am eigenen Denken | Gerald Hüther im Gespräch“ (08.01.2015)
MrWissen2go: „Macht unser Schulsystem dumm? #mirkosmeinung“ (29.04.2015)
Hart aber Fair: „Hart aber fair vom 04.05.2015 | Problemfall Schule – zu viel Goethe, zu wenig Google?“ (04.05.2015)
LetsDenk: „Katastrophe Bildungssystem – Wie Schule eine ganze Generation ruiniert | Let’s Denk #20“ (29.04.2015)
Visible learning: „Hattie-Rangliste: Einflussgrößen und Effekte in Bezug auf den Lernerfolg
Süddeutsche Zeitung: „Studie zur Burn-out bei Pädagogen: Höllenjob Lehrer“ (08.04.2014)

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5 Kommentare zu „Warum es mit der Schule so nicht weiter geht

  1. Ich bin jetzt seit gut 14 Jahren aus der Schule „entlassen“ und eins kann ich sagen, dass meiste was ich dort lernen durfte/musste, brauch ich heute für mein Leben absolut nicht. Was Mathe angeht, reicht der Standard völlig aus. Sicherlich gibt es Fachrichtungen wo man speziell Mathe braucht, aber das hat ja wiederum nichts mit dem Alltag zu tun und wird dann nochmal vertieft im Studium oder Beruf, wenn man sich dann bereits für einen Lebensweg entschieden hat.
    Man wird aber erst gar nicht auf das Leben vorbereitet. Natürlich ist Allgemeinbildung wichtig, aber jeder sollte für sich selber entscheiden was ihn interessiert. Vielleicht sollte so was eine Klasse gemeinsam entscheiden und nicht stur alles durch ballern was vorgegeben ist. Was mir vor allem aufgefallen ist, ist dass die Fakten in Geschichte oder auch anderen Fächern z.b. oft nicht übereinstimmen. Jeder Mensch mit Internetverbindung oder auch einem Bibliotheksausweis, kann selbst zu Hause nachforschen und sieht oft, dass sich die Meinungen und Ansichten weit auseinander bewegen. Aber man soll ja strikt nach Lehrbuch lernen. Ich halte das für falsch. Diskussionsrunden und Alternativmeinungen sollten zu gelassen werden und nicht bewertet werden mit Zensuren. Ein freier Geist sollte sich entwickeln und man sollte mehrere Quellen checken, bevor man alles glaubt was man da vermittelt bekommt.
    Viele Dinge werden außerdem einfach außer acht gelassen. Was passiert denn eigentlich nach der Schule? Wie bewirbt man sich richtig? Wie schließt man Versicherungen ab? Wie füllt man diverse Anträge aus? Steuererklärung? All dieser alltägliche Kram. Man wird in die weite Welt hinaus geschickt ohne diese Dinge kennengelernt zu haben. Aber das Kleopatra die Geliebte von Gaius Iulius Caesar war, das ist natürlich wichtig. Manche Themen in der Schule werden einfach bis zum Erbrechen durchgesprochen. Der dazu extrem einseitige und langweilige Unterrichtsstil der Lehrer macht’s nicht gerade einfacher.
    Die Unterrichtsstunden sind außerdem viel zu lang. Ein Mensch kann sich nicht durchgehend 45 Minuten konzentrieren. 20 Minuten und dann ist Schluss.
    Von den Schülern wird viel zu viel verlangt, sie kommen aus der Schule und gehen wieder in die Schule. Das geht über die Hausaufgaben bis hin zum ständigen Leistungsdruck, der entsteht, weil sie dem Pegel nicht halten können. Morgens aufstehen, Schule bis Nachmittags, danach Hausaufgaben, kaum Freizeit, schlafen und das Spiel beginnt von vorne. Kein Wunder, dass so viele rebellisch werden und kein Bock mehr haben. Oder sie versuchen dem ganzen Stand zu halten, auf Kosten ihres Soziallebens. In Südkorea und Japan gibt es aufgrund dieses Leistungsdrucks jährlich eine extrem hohe Selbstmordrate.
    Ich denke sowieso das Hausaufgaben sinnlos sind, völlig überflüssig. Was die Kinder nicht im Unterricht verstehen, verstehen sie auch nicht alleine zu Hause und was sie bereits verstanden haben, muss ja wohl nicht Zeit verschwendend wiederholt werden, wenn man in der Zeit etwas sinnvolleres tun könnte. Laut mehreren Studien, werden die Kinder dadurch auch nicht unbedingt besser in der Schule. Das Wissen muss durch Interesse und Spaß aufgenommen werden. Visuelle Reize und Praxis spielen eine große Rolle. Ich warte auf den Tag an dem die alten Greise endlich abdanken und Menschen mit fortgeschrittenen Erkenntnissen walten lassen.

    Dein Beitrag hat mich motiviert mich mal auszulassen ;)

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  2. „Aus bunten, vielfältigen Begabungen, Interessen und Begeisterungen wird eine graue Masse, die Anweisungen befolgt, deren Kreativität beraubt scheint. “ – da kann ich dir voll und ganz zustimmen. Auch die Chancengleichheit ist nicht nur bei dem Wohlstand der einzelnen Familien ungerecht. Zum Beispiel: Haupt-/ Realschule und Gymnasium. Auf dem Gymnasium hat man so viele unterschiedliche Fächer und mehr Möglichkeiten für die individuelle Förderung, auf der Realschule jedoch kann man lediglich zwischen Kunst, Französich, Informatik und Sowi entscheiden. Fächer wie Geschichte, Biologie, Chemie, Physik, Psychologie, Erziehungswissenschaften, Gesundheit etc fallen schon früh weg bzw werden garnicht erst angeboten. Jedoch beziehe ich mich hierbei nur auf die Schule, aus meiner Umgebung. Ich weiß nicht, ob es in anderen Teilen von Deutschland anders gehandhabt wird.

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