Argumente gegen Homo-Ehe und Homosexualität – widerlegt

Argumente gegen Homo-Ehe

Die Ehe dient der Fortpflanzung darf demnach nur Mann und Frau offenstehen!

Dies ist eines der beliebtesten Argumente gegen das Eherecht für gleichgeschlechtliche Paare. Es wird ausgeführt, Ziel und Zweck der Ehe sei die Zeugung von Kindern, dabei wird jedoch negiert, dass die Zeugungsfähigkeit kein Kriterium für die Eheschließung von heterosexuellen Paaren ist. Viele Ehepaare bleiben, ob gewollt oder nicht, kinderlos. Im Übrigen werden etwa 33 Prozent der Kinder in nicht ehelichen Familien geboren. Außerdem heiraten viele nicht, um ein Kind zu zeugen, sondern aus Liebe, Fürsorge und zur Übernahme von Verantwortung.

Die Ehe ist traditionell die Verbindung zwischen Mann und Frau!

Inwiefern sind Traditionen relevant? Ich möchte mir zum einen nicht ausmalen, wie unsere Welt aussehen würde, hätte die Menschheit sich an alle überlieferten Traditionen gehalten und zum anderen, inwiefern „Das war schon immer so!“ die Schlussfolgerung zulässt, dass man die Homo-Ehe nicht erlauben sollte.
Es mag sein, dass die Ehe schon immer ein Bund zwischen Mann und Frau war und daher eine Neudefinition des Ehebegriffs verhindert werden müsse. Doch hat die Ehe öfters Neudefinitionen erfahren, mit verschiedenen Zuschreibungen für die Geschlechter oder den Zustand, dass bei früheren Definitionen die Frau als das Eigentum des Mannes angesehen wurde. Auch war im historischen Kontext die Ehe zwischen verschiedenen Ethnien oder Eheschließungen von SklavInnen verboten, so zum Beispiel in den USA, bis dieses Verbot im Bürgerrechtskampf, oder in den USA durch den US Supreme Court, gekippt wurde.

Die Ehe zwischen Menschen gleichen Geschlechts ist wider den Willen Gottes!

Ich kenne verschiedene Gegenargumente aus unterschiedlichen Perspektiven. Dieses Bekenntnis lässt sich folgendermaßen kontern:

  1. die atheistische Sicht: Gott existiert nicht, folglich ist das Argument nicht besonders wichtig.
  2. die theistische Sicht: Das Argument zeugt von geringem Wissen der Religionshistorie, der heiligen Schrift, der religiösen Debatten überhaupt. Denn die Meinung, dass Homosexualität gegen den Willen Gottes ist, ist bei weitem nicht die alleinige Sichtweise innerhalb der Religionsgemeinschaften.
  3. die liberale Sicht: Aus dem Glauben, dass Gott gegen Homosexualität ist, folgt nicht das Recht, diesen Glauben in staatliche Gesetze zu verwirklichen.
  4. meine eigene Sicht: Zum einen können wir nicht wissen, ob irgendein Gott gegen Homosexualität oder die Homo-Ehe ist. Darüber hinaus ist ein Gott, der Liebe bestraft, kein guter Charakter und sollte nicht in einer Religion zelebriert werden. Das religiöse Argument bietet keine Diskussionsgrundlage, „Gott will es nicht!“ ist meiner Ansicht nicht sehr aussagekräftig, da man wirklich alles damit begründen möchte.

Es ist gegen meine Religion!

Bei jeder Debatte um das Eherecht von gleichgeschlechtlichen Paaren treten die großen anerkannten Glaubensgemeinschaften sofort auf und wettern dagegen. Die Homosexualität soll in der Bibel, in der Tora oder im Koran als Sünde festgeschrieben sein. Dabei wird jedoch verneint, dass es vielfältige Auslegungen dieser Glaubensbücher gibt und bei wortwörtlicher Auslegung bestimmte Vorgaben aufgrund sozialer Normen nicht mehr wortwörtlich genommen werden. Außerdem bestreiten gläubige GegnerInnen, dass in säkularen Staaten die Glaubensgemeinschaften keinen Anspruch auf die Definition der zivilrechtlichen Ehe haben. Die Eheinstitutuion der Glaubensgemeinschaften wird durch eine Neudefinition der zivilrechtlichen Ehe nicht berührt. Religiöse Ehedefinitionen dürfen niemals das zivilrechtliche Eherecht anderer beschneiden.

Die Homo-Ehe ist nicht natürlich!

No shit, Sherlock! Vielleicht liegt das daran, dass die Ehe an sich unnatürlich ist? Die Ehe ist ein soziales Konstrukt, also eine eingeführte und gesellschaftlich anerkannte Institution. Sollten wir deswegen die Ehe von gegenschlechtlichen Paaren verbieten, weil es unnatürlich ist?

Gleichgeschlechtliche Ehen sind eine Gefahr für die heilige heterosexuelle Ehe!

Hier wird die Institution Ehe der Glaubensgemeinschaft mit der zivilrechtlichen Ehe vermischt und fordern deren Definition auch für die zivilrechtliche Ehe ein. Des Weiteren wird in den Raum gestellt, dass die heterosexuelle Ehe in Gefahr ist, wenn gleichgeschlechtliche Partner das Eherecht erhalten. So, als ob verschiedengeschlechtliche Eheleute sich scheiden lassen, um nun eine gleichgeschlechtliche Ehe zu schließen. Und ob nebenan ein gleichgeschlechtliches Ehepaar wohnt, ist nicht von Belangen.

Denkt doch einer an die Kinder!

Zwar belegen sämtliche wissenschaftlich anerkannte, unabhängige und methodisch korrekt durchgeführte Studien und Untersuchen das Gegenteil, aber GegnerInnen berufen sich dennoch auf Studien, die nachweislich nicht wissenschaftlich korrekt durchgeführt wurden und anscheinend Auftragsstudien sind. So wird auch das Argument ausgeführt, dass Kinder für eine gesunde Entwicklung Mutter und Vater brauchen. Jedoch ist das Kindeswohl und die psychosoziale Entwicklung des Kindes nicht von der Familienzusammensetzung, sondern von Liebe, Fürsorge, Geborgenheit und Achtung abhängig.

Außerdem wird ein Kind nicht schwul, wenn es weiß, dass Homosexualität gibt oder wenn es ein schwules Pärchen sieht, welches sich gerade küsst. Sexuelle Orientierungen sind sozusagen psychologische Skripte, die in der frühen Kindheit angelegt werden und in der Pubertät entdeckt werden. Ein Versuch, eine Neigung zu ändern, ändert meist in hohen Selbstmordraten und Depressionen – ist grausam.

Das diskriminiert die Gläubigen!

Seems legit, bro. Durch die Homo-Ehe sollen also Gläubige diskriminiert werden, da ihnen die zivilrechtliche Ehedefinition aufgedrängt wird, obwohl die religiöse Ehedefinition davon nicht berührt wird. Keine Glaubensgemeinschaft wird dazu verpflichtet, gleichgeschlechtliche Eheschließungen durchzuführen.

Irgendwann gibt es auch Ehen mit Tieren oder Kindern!

Von der Queer-Community wird nicht gefordert, dass man mit Kindern oder Tieren die Ehe schließen darf und in allen Staaten, in denen die Homo-Ehe geöffnet wurde, folgte keine Tier-Mensch-Ehe oder Erwachsener-Kind-Ehe. Dieses Argument basiert des Weiteren auf einen Denkfehler, dem Dammbruch-Argument. Ein Aspekt der Ehe ist, dass die beteiligten Personen diesen Bund bewusst und freiwillig eingehen und zu diesem Zweck eine Willensbekundung abgeben. Tiere und Objekte können keinen Willen bekunden, wobei bei Tieren unklar ist, wie man ihnen das Konzept der Ehe erklären soll und wie deren Willensbekundung aussehen soll. Kinder können – dies habe ich im Text über Pädophilie bereits angesprochen – zwar willentlich ihren Willen bekunden, aber nicht unbedingt wissentlich.

Die eingetragene Partnerschaft ist ausreichend.

Gleichgeschlechtliche Paare sollen eheähnliche Rechte und Pflichten erhalten, aber nicht die exakt gleichen Rechte. Zwei verschiedene Rechtsinstitute können nie die Gleichstellung bringen, die die Liebe von zwei Personen, unabhängig von Orientierung und Identität verdient. Die Trennung von Gruppen in verschiedene Institute zeigt, dass diese Gruppen nicht gleichwertig sind und daher verschieden zu behandeln sind.

Argumente gegen das Adoptionsrecht

Jedes Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. In der Struktur einer homosexuellen „Familie“ wird dieses Recht dem Kind geplant und bewusst verwehrt. Das ist eine grundlegende Verletzung des Kindesrechts.

Ein Recht auf Mutter und Vater existiert nicht, aber in der UN-Kinderrechtskonvention gibt es ein Recht auf Eltern, ein Recht seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden. Folglich ist die Schlussfolgerung ungültig, eine „homosexuelle Familie“ wäre eine Verletzung des Kindesrechts.

Ein Kind, das in dem Bewusstsein aufwächst, seine beiden Eltern seien zwei Frauen oder zwei Männer, wird in seinem Wissen um seinen zweigeschlechtlichen Ursprung manipuliert. Das wird sich negativ auf seine Identitätsbildung auswirken, auch weil in der Geburtsurkunde zwei Frauen-/Männernamen stehen.

Das ist auch falsch, da das Kind, spätestens wenn es aufgeklärt wird, weiß beziehungsweise wissen wird, dass es von einer biologischen Frau und einem biologischen Mann stammt. Eine negative Auswirkung auf die Identitätsbildung ist nicht belegt.

Homosexuelle Paare können so oder so im Grunde nur Kinder adoptieren, falls nicht  ein Mann eine Beziehung zu einer Frau hatte und er das gemeinsame Kind in die neue Partnerschaft einbringt oder umgekehrt. Adoptiere Kinder kommen meistens von Familien, die ihre Kinder nicht wollen und welche, falls sie nicht adoptiert werden würden, in ein Heim kommen. Ist es dann nicht sowieso besser, wenn man diesen Kindern eine Familie bietet, die sich bewusst dazu entschieden hat und sich um diese Kinder kümmern möchte – obgleich welcher sexuellen Orientierung.

Argumente gegen Homosexualität

Homosexualität ist unnatürlich!

Auch dieses Argument basiert auf einen Denkfehler: den naturalistischen Fehlschluss. Aus mehreren Gründen ist dieses „Argument“ nicht besonders glücklich.

Das Gegenteil von natürlich ist künstlich. Ist alles Natürliche immer gut und alles Künstliche immer schlecht? Wenn man an natürlichem Schlangengift, einer natürlichen Naturkatastrophe oder einem natürlichen Löwenbiss stirbt, dann ist das gut, aber künstliche Medikamente, künstliche Schulen und künstliches fließendes Wasser sind immer schlecht? Wir Menschen ragen durch unsere Denkfähigkeit heraus, das macht uns besonders. Wir verändern die Natur so, dass wir überleben und deshalb entwerfen wir künstliche Dinge, die uns schützen und uns ein besseres Leben bereiten sollen. Sind diese Dinge schlecht, weil sie nicht natürlich sind?

Darüber hinaus ist bei mindestens 1500 Tierarten homosexuelles Verhalten beobachtet worden. Diese Befunde sind gut dokumentiert und nur die Spitze des Eisbergs. Homophobie ist lediglich bei einer Spezies dokumentiert worden. Außerdem sind 80 Prozent der Zwergschimpansen bisexuell. Unter Pinguinen konnte man zehn Prozent homosexueller Paare ausmachen, die auch kleine Pinguin-Waisen adoptieren. Bei Vaterschaftstests in einer Möwenkolonie ermittelten verblüffte Zoologen eher zufällig, dass 20 Prozent der Paare dasselbe Geschlecht hatten. Bei Zwergkakadus soll die Homosexuellen-Quote 40 Prozent sein.

Homosexualität ist wider Gottes Willen!

Ein ähnliches Argument hatten wir bereits bei der gleichgeschlechtlichen Ehe. Angenommen, der christliche Gott existiert. Dieser schuf Mann und Frau, um deren Fortpflanzung zu sichern, damit sie sich vermehren, was Homosexualität in keinster Weise ausschließt. Wenn Gott gewollt hätte, dass nur Mann und Frau untereinander eine Partnerschaft eingehen, hätte er bei der Schöpfung unterbunden, dass Menschen unterschiedliche Sexualitäten entwickeln. Das Argument, Homosexualität sei wider Gottes Willen, ist ein Eigentor, denn wer behauptet, diese Neigung sei Gott ein Gräuel, wer diese Ansichten vertritt, unterstellt Gott indirekt Fehler bei der Schöpfung der Menschen, seinem Abbild. Wer dies tut, zweifelt an der Schöpfung und folglich an Gott selbst.

Quellen, verwendetes Material und weiterführende Links:
Teilzeitnerd: „5 Gründe für die Homoehe! | Teilzeitnerd“ (28.08.2014)
Teilzeitnerd: „Wir machen die ganze Welt schwul | Reaktionen auf homophobe Vorurteile | Teilzeitnerd“ (10.07.2014)
Teilzeitnerd: „Ireland says »YES«! Homophobie in Medienberichten! | Teilzeitnerd“ (28.05.2015)
Teilzeitnerd: „HOMOEHE?! — Ist doch egal..“ (13.02.2014)
Teilzeitnerd: „Stell dir vor, die Homoehe wäre erlaubt! | Teilzeitnerd“ (25.01.2015)
Anand Buchwald: „Natur, Evolution und Homosexualität“ (11.10.1999)
ZeitOnline: „Ich bin es leid“ (24.08.2012)
ZeitOnline: „So. Und nicht anders“ (19.03.2012)
ZeitOnline: „Bestraft doch gleich die Kinderlosen“ (08.08.2012)
ZeitOnline: „Das Adoptionsverbot für Homosexuelle ist absurd“ (16.08.2012)
ZeitOnline: „Kinder brauchen keine Hetero-Eltern“ (04.09.2009)
ZeitOnline: „Öffnet die Homo-Ehe für alle“ (27.05.2015)
ZeitOnline: „Passt das noch unter einen Hut?“ (27.05.2015)
Nachdenken… bitte: „Homosexualität“ (04.10.2012)
SpiegelOnline: „Homosexualität bei Tieren: Männchen mit Männchen, Weibchen mit Weibchen“ (25.10.2006)
SpiegelOnline: „Hier ist die Homo-Ehe erlaubt“ (28.05.2015)
Die Welt: „Homosexuelle Paare – Studie entkräftet Vorurteile“ (23.07.09)
n-tv.de: „Wider die Natur“ (07.05.2007)
hartaberfairTV: „Papa, Papa, Kind: Homo-Ehe ohne Grenzen?“ (05.12.2012)
Universität Bamberg: „Nicht von schlechten Eltern“ (02.10.09)
Deutsches Institut für Jugend und Gesellschaft: „Das Recht des Kinder auf Vater und Mutter
der Freitag: „Falsche Gründe gegen die Homo-Ehe“ (06.12.2012)
Süddeutsche Zeitung: „Wie sich die Homo-Ehe auf die Lebenserwartung auswirkt“ (12.03.2013)
rp online: „Homo-Ehe – Streit ums Kindeswohl“ (13.06.2013)

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10 Kommentare zu „Argumente gegen Homo-Ehe und Homosexualität – widerlegt

  1. Super Beitrag! Ich meine, als ob Homosexuelle den Heterosexuellen die Ehe wegnehmen wollten, diese Angst ist absurd. Und man muss auch nicht behaupten, die Menschen könnten dadurch aussterben … es werden nicht mehr Leute homosexuell, nur weil sie davon wissen und es akzeptiert wird.

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  2. Wer sich für schlauer hält als andere oder die Meinung anderer, der hat es wohl nötig.

    Ich lade jeden und jede ein, einmal ehrlich zu versuchen, auf die Widersprüchlichkeiten einzugehen.
    Wie sind ja keine Bonobos, die nur mit Prügeln ihre Ansichten kundtun und sollten auch nicht amerikanischem Blödsinn blindlings folgen.
    Also: Wie soll denn Homo- der Heterosexualität völlig gleichgestellt werden? Das kann doch in der Gesellschaft nie gut gehen, denn:
    Dann müsste sich jeder und jede zwischen den beiden entscheiden – bis zum 18. Lebensjahr? Wo soll das festgehalten werden ? Alles unlösbare Fragen. Aber wenn sie nicht gelöst sind, dann kann man niemandem verwehren, sich als bisexuell zu bezeichnen.
    Ein Bisexueller muss natürlich die gleichen Rechte haben wie die anderen, also kann man ihm nicht verwehren, zwei Partner verschiedenen Geschlechts zu haben. die zwei Partner wiederum brauchen unter Uständen auch noch einen zweiten Partner usf.
    Das bedeutet, Homosexualität muss wohl Bisexualität miteinschließen und das wiederum führt zunächst zu den auch in Annoncen beliebt werdenden Dreierbeziehungen – und schließlich zu Mehrfachbeziehungen – unbegrenzt ( so wie für manche die Aufnahme von Flüchtlingen bis zum Platzen ).

    Er kann mir niemand erklären, dass bei völliger Gleichstellung eine eingetragene Zweierbeziehung oder Ehe nicht zu einem oder mehreren weiteren eingetragenen Partnern erweitert werden muss – wenn das Menschenrecht auf Hetero- , Homo- und damit auch Bisexualität voll verwirklicht wird.

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    1. Ich möchte es knapp halten:
      1. Eine sexuelle Orientierung ist nicht die Entscheidung eines Einzelnen. Fragen Sie einen heterosexuellen Menschen, wann er sich für seine Orientierung entschieden hat.
      2. Eine sexuelle Orientierung muss rechtlich nicht festgehalten werden. Warum auch? Welchen Zweck hätte es für die Regierung? Derzeit ist es in Deutschland nicht der Fall, und seit der Einführung der Ehe für Alle in den USA hat sich dies auch dort nicht geändert.
      3. Da verwechseln Sie Bigamie mit Bisexualität. Aus Bisexualität geht keinesfalls Bigamie hervor. Natürlich kann ein Bisexueller bigam sein, aber das ist nicht zwingend notwendig. Insofern ist die Folgerung nicht ganz schlüssig, insbesondere da eine bisexuelle, bigame Beziehung nicht weitergeführt werden muss, wie Sie es geschildert haben. Anders formuliert: Die beiden Partner eines „Bisexuellen“ müssen nicht wiederum noch einen Partner haben.
      4. In Ihrem Kommentar stigmatisieren Sie Polygamie – ohne es zu begründen. Was finden Sie an Polygamie verwerflich?

      Ich würde mich um eine sachliche, vorurteilsfreie Antwort und eine weitere Diskussion mit Ihnen freuen.

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    2. Jede soziale Ordnung hat ihre schwachen Seiten. Die Menschheit ist jedoch schon seit 200 000 Jahren monogam und heterosexuell orientiert – Ausnahmen bestätigen die Regel.
      Wir haben heute sehr starke Zwänge und Herausforderungen durch das übertriebene Wachstum der Wirtschaft (Klimawandel . . ) und vernachlässigen dabei elementare Notwendigkeiten der Lebenserhaltung, angefangen bei dem Artensterben ( es heißt die Hälfte auf den Fluren ).
      Warum nicht überlegen, ob nicht die materiellen Ansprüche auf ein tragbares Maß herunterschrauben und stattdessen sich um die Weiterentwicklung der wichtigeren Dinge kümmern ?
      Ich bin sonst keineswegs mit der CDU/CSU einverstanden noch einer anderen Partei ( jede kämpft schlussendlich hauptsächlich um den eigenen Machterhalt ), aber überall kann auch Erfreuliches oder Tragbares bzw. Hinnehmbares sprießen.
      Eine gewisse Priorität für die bisherige Ehe und dazu die eingetragenen Partnerschaften erscheinen mir als die beste Lösung – sie vermeidet ( wie ich vorher angesprochen habe ) endlose weitere Verwicklungen, die nicht alle zum Tragen kommen ( da widerspreche ich nicht ), aber doch eine Vielzahl.
      Wir müssen in Deutschland heute schon mit legaler Polygamie leben ( inkl. nur einfachen Krankenkassenbeiträgen für zwei oder drei Ehefrauen ), von einigen eingewanderten muslimischen Bosniern.
      Ich verwechsle nicht Bisexualität mit Bigamie, aber zeige einige Zusammenhänge und mögliche und schon beginnende Folgerungen.
      Polygamie dürfte noch schwieriger sein, wenn Mann und Frau gleichgestellt würden – das kann sich jeder selbst ausmalen.

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    3. Vor 600 Millionen Jahren hat sich die Heterosexualität in der Evolution durchgesetzt. Monogamie wurde durch Kulturen erzwungen, insbesondere durch das Christentum, denn tatsächlich waren die Menschen während ihrer evolutionären Laufbahn eher polygam.
      Würden sie auf meinen Kommentar zu den vermeintlichen Verzwickungen der Ehe eingehen?
      Tatsächlich setzen sie Bisexualität (d. h., sich zu zwei Geschlechtern hingezogen zu fühlen) und Bigamie (die Partnerschaft mit zwei Menschen) gleich.

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