Die Persönlichkeit von Mördern

Wie kommt es dazu, dass Menschen zu Mördern werden? Was muss passieren? Und welche Persönlichkeitseigenschaften haben Killer eigentlich?

Serienkiller sind oft schon der Kindheit mit ihrem aggressiven Verhalten auffällig. Es kann auch sein, dass sie als sonderbar gelten, so legte Ted Bundy mit 4 Jahren einen Kreis aus Messern um seine schlafende Tante. Als sie aufwachte, lächelte er sie an. Oftmals quälen diese als Kind Tiere oder begehen Diebstähle. Sie erwidern darüber hinaus auch die Liebe ihrer Eltern nicht, sie spielen dies höchstens vor.

Die meisten Mörder sind Psychopathen, viele werden auch Chefs. Sie sind impulsive, überzeugende, selbstbewusste und charismatische Lügner. Zu Psychopathie habe ich aber schon was geschrieben.

Oftmals sind die Eltern auch psychopathisch veranlagt. Es gibt also genetische Parameter, die Tendenz zur Kriminalität beeinflussen, aber ob jemand kriminell wird, hängt vom sozialen Umfeld ab. So gibt es Psychopathen, die eine glückliche Kindheit hatten. Sie sind „prosozial“. So hat der Neurowissenschaftler James Fallon sieben Mörder in seiner Familie, zum Beispiel  Borden. Er wurde neugierig, so untersuchte er die Gehirne seiner Verwandten. Er analysierte deren orbitalen Kortex, welches ethische und moralische Entscheidungen beeinflusst. Die meisten seiner Verwandten waren normal – außer sein eigener.

Er führte einige DNA-Tests durch, da er sich sicher war, einen Fehler gemacht zu haben. Das Resultat der Analysen war, dass er das genetische Erbgut eines Psychopathen verfügt. Er besitzt eine spezielle Variante des MAO-A-Gens. Es ist als Krieger-Gen bekannt und verursacht aggressives Verhalten.

James Fallon ist ein prosozialer Psychopath. Er hält gesellschaftliche Normen ein, spendet an Wohltätigkeitsorganisationen, übernimmt Führungspositionen in seiner Gemeinde und hilft Mitmenschen. Doch er ist manipulativ, wetteifernd, lässt seine Enkel keine Spiele gewinnen und kann nicht mitfühlen. Er empfindet, so sagt er, so viel für seine Enkel wie für beliebige Leute auf der Straße. Er wuchs in einer stabilen und sicheren Umgebung auf, seine Eltern kümmerten sich um ihn und das hat verhindert, dass er delinquent oder gewalttätig wurde.

Der Professor für Neurologie Jonathan H. Pincus hat eine These entwickelt, nach der drei Faktoren die „Entstehung“ eines Mörders beeinflussen: Der Kindesmissbrauch, neurologische Störungen und psychische Krankheiten. Nach seinen Gedankengängen wurden Mörder früher als Kind missbraucht und die neurologischen Störungen verursachen sowohl eine schlechte Gefühlsregulation sowie eine miserable Impulskontrolle.

Pincus analysierte die Biographien von 150 Mördern. 94 wurden missbraucht, entweder sexuell oder körperlich. Sie erfuhren Vernachlässigung, Gewalt und Ablehnung, was sie stark kränkte. Die Eltern waren oftmals inkonsequent und aggressiv. Somit flüchteten sie sich in Fantasien, in denen sie mächtig und stark erscheinen. Es besteht die Möglichkeit, dass sie Mordfantasien entwickeln, die sich nach ihrem ersten Mord, welcher oft zwischen dem 16. – und 18. Lebensjahr in einer Stesssituation stattfindet, weiter ausbilden. Sie lernen, dass sie mit Aggressivität ihren Willen zur Macht und Dominanz umsetzen können. Das kann aber auch ausarten. 

Darüber hinaus gibt es in der Fallanalytik verschiedene Täterprofile. Es gibt beispielsweise den planvollen und planlosen Täter.

Die geplante Tat war eine kontrollierte Handlung. Planvolle Mörder verstecken die Leiche und nehmen die Tatwaffe wieder mit. Sie sind sehr intelligent und prosozial, haben einen Beruf, dem sie regelmäßig nachgehen. Meist führen diese Verbrecher eine Beziehung und schauen sich die Berichterstattung ihres Mordes an. Nach ihrer Tat wechseln sie häufig den Wohnort. Vor der Tat trinken sie Alkohol. Diese Art von Tätern haben übrigens häufiger jüngere Geschwister. In Europa gibt es mehr planvolle Täter.

Die spontane Tat erkennt man am Tatort. Dieser ist nämlich durcheinander. Sie kennen das Opfer meist und es gibt keine Fesseln, was beim planvollen Mörder anders ist. Ihre Waffe bleibt am Tatort zurück, die Leiche bleibt liegen. Diese Art von Mördern sind unterdurchschnittlich bis durchschnittlich intelligent und haben wenig Erfolg in ihrem Beruf. Sie leben allein, trinken selten vor der Tat und haben häufig ältere Geschwister. Sie leben ihren Wohnort nicht nach der Tat und verfolgen nicht die Berichterstattung.

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